Tatort Lücke: Goethestr. 23b

Wiederaufnahme der szenischen Lesung aus dem Jahr 2019

Es klingelt an der Tür. Vor der Tür steht eine ältere Dame und bittet in gebrochenem Deutsch, ob sie eventuell einen Blick in die Wohnung werfen dürfe, sie hätte hier früher gelebt… Ellen Grünwald, ehemals Behring, wohnt zu diesem Zeitpunkt in der Goethestrasse 27. Sie zeigt Lilli Kirsh, geborene Löwenthal, die Wohnung. Alles geht sehr schnell. 

Für Ellen wird diese Begegnung zum Schlüsselmoment. Sie nutzt jede freie Minute und recherchiert die Geschichte der Familie Löwenthal in Eberswalde. Lilli hatte sich in der Tür geirrt, sie lebte bis 1938 eine Ecke weiter in der damaligen Bismarckstr. 23b. Aber dort war nichts mehr, es klaffte eine Lücke…

TATORT Lücke re-inszeniert die Geschichte dieser Lücke.

In Gedenken an: Lilly Kirsh (geb. Löwenthal), Hertha & Hermann Löwenthal, Hilde Miron (geb. Steinhardt) & Dagmar Snyder (geb. Katschinsky).

Mit: Ellen Grünwald, Juliane Seeliger Ahlhelm, Lina Schmidt, Torsten Stapel, Nina Stoppe, Marlena Wessollek.

Recherche: Ellen Grünwald, Textmontage & Regie: Heike Scharpff, Dramaturgie: Katja Kettner, wissenschaftliche Begleitung: Ewa Czerwiakowski, Ausstattung: Sebastian König, Technik: Ansgar Tappert

Ort: vor dem Synagogen-Gedenkort

9.11.2020 um 17 Uhr

Tatort Lücke war eine Kooperation zwischen dem Stadtmuseum der Stadt Eberswalde und dem Kanaltheater/Bürgerstiftung Barnim Uckermark in Zusammenarbeit mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, dem Verein für Heimatkunde zu Eberswalde e. V., dem Kreisarchiv Barnim und dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Eberswalde. 

Die Kulturstiftung des Bundes förderte das zweijährige Projekt “Tatort Lücke” in den Jahren 2017 bis 2019 im Fonds Stadtgefährten.