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KANALTHEATER

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ZENTRUM - PERIPHERIE

Am Rand also. Aber von was? Von einem Zentrum…

Was ist das Zentrum? Sind wir unser Zentrum? Es heißt auch, den Vergleich mit demsogenannten Zentrum erst gar nicht heranzuziehen. Nicht weil wir uns davor scheuen,sondern eherweil wir gerade ein eigenes Zentrum erschaffen. Am Rande also, da wo es keinTheater gibt also, keine Theaterinstitution, keine Theaterstruktur also. Wir schaffen unsunsere Strukturen. Was braucht es, wenn es nichts gibt? Mut anzufangen und Leichtsinn.Selbstermächtigung? Erstmal anfangen. Erstmal machen also. Leichtsinn etwasanzufangen, dass man am Anfang gar nicht überschauen kann, wo es sich mal hinentwickeln wird. Keine Angst haben zu groß zu denken. Nicht lockerlassen. Am Lagerfeuersitzen und sich auf ein Gespräch einlassen. Einlassen auf einen Prozess, Ausgangunbekannt.Und dann wächst es aus den Anfängen schnell heraus. Breitet sich aus,über denpersönlichen (Teller) Rand weit hinaus. Im Herzen heißt es: Offen bleiben und bereit seinnachzujustieren, bei sich. Sich einzulassen, bereit sein, Bindungen einzugehen. Communityist mehr als einfach mal ein Projekt (jedenfalls läuft es in unserem Zentrum so). HeißtVerbindlichkeiten mit Menschen einzugehen, für die das Theater kein Job ist. Die teilweisenoch nie Theater gespielt haben, oft noch keines von innen gesehen haben. Es heißt, bereitzu sein, sich zu erklären, was man will und wovon man träumt und nach den Träumen deranderen zu fragen.Die Praxis entwickelt sich schneller als die Theorie. Es heißt auch, sich anders ausprobierenkönnen, sich anderen Fragen stellen zu müssen. Sich befragen zu müssen. Was will ich hiereigentlich? Was erwarte ich von Theater? Es heißt, sich auf chaotische Proben einzulassenund doch den Fokus und das Miteinander im Blick zu behalten.

DAS WILL DOCH NIEMAND SEHEN. DA KOMMT DOCH KEINER HIN, HIESS ES AM ANFANG.