Presse

„Theater kann beglücken und deprimieren. Es kann belehren, belustigen und einfach zum Denken anregen. Beim Kanaltheater geschehen meist mehrere dieser Dinge in einem Stück, kurz hintereinander oder zur sogar selben Zeit. So auch bei einer aktuellen Wiederaufführung und einem neuen Projekt.“ ganzer Artikel

 

Gulliver_Generalprobe_2_kleinzu ‚Gulliver unter uns‘:

Auf der Suche nach einem besseren Leben flieht Gulliver in dem opulent ausgestatteten Stück im Boot über den Finowkanal in den Familiengarten und weiter ins Exil. Farbenfroh und mit viel Musik inszeniert die Regisseurin Heike Scharpff die Reise Gullivers. Die Geschichte von Kolonialismus, Machtmissbrauch, Flucht, Ankommen und Bleiben-dürfen wird lebendig und berührt. Erzählt wird immer originell, witzig und unterhaltsam, ohne die Schicksale zu vergessen. Die Inszenierung führt durch Jahrhunderte, über Ozeane, durch Hoffnungen und Enttäuschungen schließlich in das Paradies der Pferde. Den Zuschauern begegnen Königinnen, Diktatoren und der berüchtigte Hernando Cortez bei der blutigen Eroberung des Aztekenreiches. Am Ende des von Autorin und Dramaturgin Katja Kettner entwickelten Werks liegt Gullivers Schicksal in den Händen eines weisen Parlaments. Neben den großartigen Kostümen von Lea Walloschke kommen Schaumstoffpuppen zum Einsatz, die gemeinsam mit den Kult-Puppenspielern „Das Helmi“ entwickelt wurden.“ (Uli Wessollek, Blitz, Eberswalde, 9.7.2016)

Performative Begehung der Orte auf und um das Gelände des Aussenlagers Eberswalde vom KZ Ravensbrück - in dieser Halle arbeiteten die ZwangsarbeiterInnen aus dem Lager..
zu ‚verschleppt jung ohne ich‘

„Die Jugendlichen führen auf deutsch und polnisch durch das Gelände, hochkonzentriert, in einem bemerkenswert klaren Tonfall. Kein Hass mehr – Nie ma juz nienawiszi – das wurde zum Motto der ehemaligen Zwangsarbeiterinnen als sie den Ort ihrer Leiden auf Einladung der „Exil-Leute“ vor 10 Jahren besuchten. Die Jugendlichen übernahmen es in ihre Performance. In ihrer Aufführung wird es Realität – und Aufforderung: an Eberswalde, aber auch an alle, die frei atmen wollen.“ (Ambros Waibel, taz, 11.4.2016)

 

Kanaltheater_Notaufnahme_20151211-_DSC1230_kleinzu ‚Neues aus der Notaufnahme – die gesamte erste Staffel an einem Abend live‘

„Das Eberswalder Kanaltheater hat das fragwürdige Fernsehformat der Krankenhaussoap einmal genauer unter die Lupe genommen. Und daraus eine wunderbar kurzweilige und an vielen Stellen gelungene Parodie entwickelt, die am Freitagabend Premiere feierte. Der Clubraum des Exil ist ein herrlich passender Ort für die erste Staffel der Real-Soap. Statt klinischweißen Wänden, schwarzgetünchtes Mauerwerk. Keine hygienisch sauberen Betten, sondern blutverschmierte Pritschen. Patienten werden anstelle von Krankenwagen mit der Hubkarre transportiert. Und das OP-Besteck sind Rohrzange und Silikonspritze.(…) Der anderthalbstündige schonungslose, groteske Abend ist ein Geheimtipp für Fans von Gegenwartstheater.“
MOZ, Anna Fastabend, 14.12.2015 (http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/eberswalde/artikel4/dg/0/1/1443821/)

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zu: Die Welt ist in Gefahr – Rettung naht aus Eberswalde, 2015:

„Dem Kanaltheater ist eine Endzeit-Revue gelungen, in der eine Gruppe nach der anderen ihren Standpunkt besingt – immer in der jeweils passenden Musikrichtung. Eine Vielfalt, die auch das Feld der Darsteller prägt: Vom Kulturamtsleiter über den Hochschulprofessor bis hin zum waschechten Punk – das Stück vereint die gesamte Bandbreite des Eberswalder Lebens. … ein charmant unperfekter, aber doch runder Theaterabend entsteht.“
MOZ, 
Simon Rayß,13.07.2015;
http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1405513

„In der Tat waren die bisher fünf Vorstellungen der Endzeit-Revue Mitte Juli nahezu ausverkauft. Und das Publikum so begeistert, dass der Schlussapplaus jedes Mal kaum enden wollte. Dem Kanaltheater ist mit seinem neuesten Werk nach „Punk a Gonny“, 2013, „Die heilige Gaby des SVKE“, 2014, und dem Kinderstück „Flying Cookies – die Angst ist kein Hase“, 2015, wieder ein Geniestreich gelungen, der bestens unterhält und zugleich zum Nachdenken anregt. Daran haben alle Mitwirkenden einen Anteil – nicht zuletzt die Regisseurin Heike Scharpff, die Dramaturgin Katja Kettner und Produzent Kai Jahns. Erst recht gilt das für die 40 Schauspieler und Musiker, die eine unglaubliche Geschichte erzählen, und da vor allem für Susanna Schmidt, die als Karla brilliert.“
MOZ, Sven Klamann, 12.9.2015;
http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1420422

 

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zu: Die heilige Gaby des SVKE, 2014:

„Die Inszenierung ist ein unterhaltsamer, bunter und dabei keineswegs unkritischer Parforceritt durch die Geschichte der DDR und der Wendezeit. Aufbruchstimmung, Unrechtsbewusstsein, Enttäuschung, Umweltfragen stehen neben Neuanfang und Selbstbestimmung. Dokumentarisches Material kreuzt sich mit fiktiver Erzählung.

Im Mittelpunkt stehen immer die persönlichen Geschichten, die mit ihren sehr unterschiedlichen Perspektiven kaleidoskopartig diese ganz besondere Zeit im Leben der Menschen beleuchten. Musikalisch schwenkt das Stück vom DDR Schlager über das Pionier- und Parteilied zum Rock, Punk und Pop.

Begleitend wird eine Ausstellung zur Geschichte der fleischproduzierenden Industrie von Eberswalde gezeigt. Es besteht die Möglichkeit in Umfeld und direkt nach den Aufführungen ins Gespräch zu kommen.“

MEHR UNTER: http://www.politische-bildung-brandenburg.de/node/11292

 

BZ BERLIN

Heilige Gaby und tote Schweine

Fleischiges Punkrockmusical im Ballhaus Ost

Fleischige Geschichten: Sascha Hargesheimers „Die heilige Gaby und SVKE“ spielt in der Fleischverarbeitung. Punkmusik und Schlager gibt es obendrauf.

In Eberswalde dreht sich seit den Siebzigerjahren alles um die Wurst. Schweine mästen, töten und verarbeiten. Der Autor Sascha Hargesheimer verlegt diese fleischigen Geschichten nun in eine andere Welt. Nennt sein Stück “Die heilige Gaby des SVKE” und packt Punkmusik und Schlager oben drauf. Dafür hat er viele ehemalige Mitarbeiter interviewt, die mit tausend anderen in die Stadt gezogen sind, um in der Mast und Fleischverarbeitung ihr Geld zu verdienen und nach dem Mauerfall arbeitslos wurden.
24.4., 20 Uhr, Ballhaus Ost, Pappelallee 15, Prenzlauer Berg

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zu Punk a gonny, 2013:
„In Eberswalde gründet sich im August und September eine neue Stadt.Punkrocker aus Eberswalde und der Männerchor Franz Mücke – das passt? Und wie. Gemeinsam wollen die Akteure ein Theaterprojekt auf die Beine stellen, frei nach Brechts „Mahagonny“. Eine Geschichte über Gauner und Männlichkeit. Ein schwarzhumoriges Abbild einer Welt, in der man alles tun darf, solange man zahlen kann. Am Mittwoch informierten die Organisatoren auf dem Gelände des Exils in Eberswalde über das Projekt. Im August und September dieses Jahres wird das Gelände rund um das Exil in Eberswalde zur großen Bühne. Das Exil wird zu Punk a gonny. Premiere soll am 6. September gefeiert werden. Bis dahin werden weitere tatkräftige Unterstützer gesucht, Interessierte melden sich bei Kai Jahns am Bahnhof Eisenspalterei.“

ODF, 14.06.2013